In meiner Praxis können Sie die Sauerstoffmehrschritt-Therapie nach Professor von Ardenne als Kur durchführen.
Sauerstoff ist ein zum Leben unentbehrlicher und wichtiger Stoff. Sauerstoff ist zur Energiegewinnung der Körperzellen unverzichtbar, schon nach Minuten ohne Sauerstoff kommt es zur Schädigung von Gehirnzellen. Eine mangelhafte Aufnahme von Sauerstoff in die Zellen kommt unter anderem durch Krankheiten, ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, Stress, Rauchen und Alkohol, aber auch durch hohes Alter zustande. Dieses Defizit an Sauerstoff kann zu Müdigkeitserscheinungen, Vergesslichkeit, Schwächung des Immunsystems mit Folgeerkrankungen sowie zu Durchblutungsstörungen bis hin zu Tinnitus, Angina pectoris oder der sogenannten Schaufensterkrankheit (Minderdurchblutung in den Beinen) führen.
Unter den Sauerstofftherapie-Formen ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) nach Prof. Manfred von Ardenne wohl die bekannteste. Als Grundlage dieser Form der Sauerstofftherapie, bei der es unterschiedliche Varianten in der Durchführung gibt, erfolgt eine gründliche Anamnese. Dieser folgt eine Messung des Sauerstoffdruckes im Blut. Bei der Sauerstoffmehrschritt-Therapie werden vorbereitend bis zu eine Stunde vor der Sauerstoffeinatmung Vitalstoffe eingenommen, um die Aufnahme des Sauerstoffs in das Gewebe zu verbessern. Im zweiten Schritt erfolgt die Sauerstofftherapie im engeren Sinne mit 90% Sauerstoff (4 liter pro Minute) über 30 bis 120 Minuten. Verwendet wird in meiner Praxis ionisierter Sauerstoff, welcher noch eine bessere Wirksamkeit aufweist: durch die Aktivierung verkürzt sich die Inhalationszeit auf eine halbe Stunde. Zur Sauerstofftherapie wird eine spezielle Atemmaske aufgesetzt. Nebenbei sollte man mäßige, entspannende geistige Tätigkeiten ausüben, z.B. lesen. Um die Sauerstofftherapie zu unterstützen, erfolgt anschließend, gelegentlich auch gleichzeitig, eine körperliche Betätigung. Die Sauerstofftherapie nach Ardenne sollte täglich über einen Zeitraum von bis zu 18 Tagen erfolgen. Die Wirkung hält lange vor, so dass man frühestens nach 6 bis 9 Monaten erneut eine Kur durchführen muss. Die Sauerstofftherapie bewirkt eine Verbesserung des Blutstroms in den kleinen Gefäßen und eine vermehrte Aufnahme von Sauerstoff in das Gewebe. Dadurch kommt es zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, zur besseren Toleranz von Stress und zur Verbesserung der körperlichen Abwehrlage. Die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten wird verringert. Konkret angewendet wird diese Therapie bei Durchblutungsstörungen aller Art, beispielsweise auch bei Tinnitus oder Durchblutungsstörungen im Auge wie Makuladegeneration, sowie vorbeugend bei älteren Personen, vor Operationen oder unterstützend zur Krebstherapie. Verschiedene weitere Erkrankungen sollen ebenfalls darauf ansprechen: nach neuesten Erkenntnissen auch die Diabetes. Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie kann auch als sogenannter Schnellprozess erfolgen, wobei der Patient auf einem Fahrradergometer bei relativ starker Betätigung diese Sauerstofftherapie bekommt.
- Durchblutungsstörungen, Zustand nach Schlaganfall oder
- Innenohrschwerhörigkeit nach Hörsturz
- Sehschwäche bei Netzhautdurchblutungsstörungen
- Tinnitus
- Migräne
- Stress-Zustände mit erhöhtem Sauerstoffverbrauch
- Zustand nach Schockzuständen
- Asthma bronchiale
- Leistungssteigerung in der Rehabilitation
